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So finanzieren wir uns

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Finanzierung durch die Sozial-
versicherungs- bzw. Kostenträger (Kranken- und Pflegekasse, Sozial- oder Jugendämter) sind in Deutschland für Kinderhospize noch nicht umfassend geregelt.

Wenn ein junger Mensch schwer erkrankt, benötigt nicht nur er hochqualifi-
zierte Fachpflege und Unterstützung, sondern die gesamte Familie benötigt Hilfe, um an dieser belastenden Situation nicht zu zerbrechen.

Heute bemühen sich die Krankenkassen zwar immer mehr die „besonderen Belange von Kindern“ im Kinderhospiz im Rahmen der ihnen gesetzten Mög-
lichkeiten bei der Vergütungsfindung zu berücksichtigen, dennoch gibt es weiterhin gravierende Lücken zur Begleitung der gesamten Kernfamilie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Diese wären nur durch eine Präzisierung im Gesetz zu schließen. Die gesetzlichen Regelungen orientieren sich bisher im Wesentlichen an der Behandlung des Erkrankten – lediglich in seltenen Ausnahmen wird im Rahmen von Präventionsleistungen auch ein Familien-
angehöriger mit unterstützt, wie z.B. bei der Mutter-Kind-Kur. Für unheilbar erkrankte junge Menschen müsste vom Gesetzgeber für Aufenthalte im Kinderhospiz eine vergleichbare Regelung geschaffen werden, um so zu helfen den erdrückenden Spendenbedarf zu reduzieren.

Täglich kostet die umfassende Pflege und Begleitung einer Familie im Kinder-Hospiz Sternenbrücke im Schnitt 860,01 Euro. Rund 50 Prozent werden davon von Kranken- und Pflegekassen übernommen (427,60 Euro).
Weitere 50 Prozent (432,41 Euro) bleiben somit Tag für Tag ungedeckt. Die meisten unserer betroffenen Familien können diese Kosten nicht aus eigenen Mitteln tragen. Sie leben häufig unter sehr angespannten finanziellen Verhältnissen, da die Pflege des Kindes ihre beruflichen Möglichkeiten einschränkt und finanzielle Rücklagen für die jahrelange Pflege des Kindes aufgewendet werden müssen.

Das Kinder-Hospiz Sternenbrücke möchte jedoch allen Betroffenen – unabhängig von ihrer finanziellen Situation – offen stehen und ist somit nachhaltig auf Spenden angewiesen. Dieser jährliche Spendenbedarf beträgt zurzeit insgesamt 1,7 Millionen Euro.

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